Dreiherrnsteinplatz 16, 63263 Neu-Isenburg

The Class of 2020 am 2. Juni in Berlin

The Class of 2020 am 2. Juni in Berlin

Im Rahmen der regionalen Sitzung von The Class of 2020, der führenden europäischen Plattform für Studentisches Wohnen, vergangene Woche in Berlin wurden die aktuellen Entwicklungen der Branche diskutiert.

Die international aufgestellten Teilnehmer verzeichneten ein starkes Wachstum des Segments innerhalb der vergangenen drei Jahre sowie die zunehmende Professionalisierung und Industrialisierung auf dem Markt für Studentisches Wohnen. Dennoch waren die Gäste sich einig, dass die Branche sich nach wie vor im Lern-Modus befindet. Die im Rahmen der Sitzung vorgestellte JLL-Umfrage ergab insgesamt eine positive Haltung und auch positive Erwartungen an die Entwicklung dieses Immobiliensegments seitens der Teilnehmer. Nicht zuletzt habe das auch mit der großen Finanzierungsbereitschaft der Banken zu tun, stellte Dr. Konstantin Kortmann, National Director & Head of Residential Investment Germany JLL fest. Die größte Herausforderung laut Rainer Nonnengässer, Vorstandsvorsitzender Bundesverband für Studentisches Wohnen (BfSW), bestünde jedoch darin, bezahlbaren Wohnraum für Studenten zur Verfügung zu stellen, wobei es zeitgleich  – dank der aktuellen Marktbedingungen in Deutschland – unmöglich sei, einen Quadratmeter zur Miete für weniger als acht Euro an den geeigneten Standorten zu bauen.

Einen weiteren Unterschied zu anderen europäischen Märkten hatte Felix Bauer, Stellvertretender Vorsitzender des BfSW, herausgearbeitet: Die Marktsegmente Young Professionals und Studentisches Wohnen seien sich in Deutschland erheblich näher als bspw. in Großbritannien. Dies bestätigte auch Nonnengässer. Im Einzelnen sei die zunehmende Mobilität, eines der Hauptmerkmale dieser beiden Gruppen, zwar durch unterschiedliche Faktoren begründet (Mobilität von Berufseinsteigern als Merkmal einer Generation oder Folge der Jobsuche sowie Mobilität der Studienanfänger durch zentrale Studienplatzvergabe), dennoch sei sie der Aspekt, der sie in ihren Wohnansprüchen vergleichbar macht.

Insgesamt bleibe Studentisches Wohnen ein regionales und lokales Business, in dem sog. B-Städte mehr Realisierungsmöglichkeiten allein dadurch bieten, dass die Stadtverwaltungen sich häufig stärker über die wirtschaftliche Bedeutung der Studierenden für den Standort bewusst sind. Insbesondere für die Uni-Städte seien sie ein klarer Vorteil und wichtiger Standortfaktor, waren sich die Teilnehmer der Konferenz einig.

Die Präsentation des BfSW zur Marktlage im Immobiliensegment Studentisches Wohnen finden Sie hier.