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IMMOBILIENSEGMENT STUDENTISCHES WOHNEN

Stabile Anzahl Studierender, sowohl aktuell wie auch in den zukunftsorientierten Berechnungen und ein klares Missverhältnis zwischen der Anzahl der Minihaushalte und der Quantität des dafür geeigneten Wohnraums führt zu steigenden Mietpreisen für Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen und einer erheblichen Fehlbelegung der größeren, familientauglichen Wohnungen durch Wohngemeinschaften der Studenten. Die aktuellen politischen Entscheidungen wie der Zuzug mehrerer Hunderttausende Asylsuchenden, die sich potentiell auch genau für die Miniapartments interessieren, wird die Situation in kommenden Jahren nur verschärfen.

Diese demografische – viele Studenten und junge Berufseinsteiger, Zunahme der Ein- und Zwei-Personenhaushalte, alternde Bevölkerung – Lage spiegeln auch die modernen Konzepte der privatwirtschaftlichen Bauträger: Die Wohnräume in Micro Living Bereich werden bereits jetzt so konzipiert, dass sie ggfs. später den Anforderungen einer alternden Gesellschaft nachkommen können und in Altersresidenzen umfunktioniert werden.

Sowohl Projektentwickler und Bauträger wie auch Verwalter sind den Anforderungen der steigenden Nachfrage nachgekommen: Allein in Berlin wurden seit Anfang des Jahres 2016 Bauvorhaben in Höhe von über 3.000 Plätzen gemeldet. Zudem entsprechen veraltete Bestände der Studenten Werke und ihrer Studentenheime häufig nicht den Bedürfnissen und Anforderungen der jungen Generation.

Somit ist das Angebot an studentischem Wohnraum nicht nur zu gering, sondern entspricht auch nur selten den heutigen Infrastruktur-Ansprüchen von Studierenden. Bauliche Vorgaben etwa bezüglich des Brandschutzes oder Stellplätzen sind zudem zu allgemein gehalten und nicht auf die Assetklasse Student Housing/ Micro Living zugeschnitten.

Neubau dagegen bietet Chancen nicht nur als Wohnraum für Studenten, er fordert Ansiedlung von hochqualifizierten Arbeitskräften und sichert damit Standortvorteile von Deutschland. So kann die zunehmende Internationalisierung der Studierenden dafür genutzt werden, die Fachkräfte aus dem Ausland durch das Studium in Deutschland zu gewinnen und langfristig zu binden.

Jedoch müssen moderne Anforderungen auch in den Bauvorschriften wiedergespiegelt werden: Carsharing, schneller Internetzugang, Stellplatzschlüssel usw. Anbieter von studentischem Wohnraum haben ihr Angebot den Anforderungen heutiger Studierender angepasst, es bedarf dennoch einer Vereinheitlichung. Dafür muss Student Housing/Micro Living als eine eigenständige Assetklasse mit eigenen Bauvorgaben anerkannt werden.