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Newsletter

Newsletter Dezember 2017

Liebe Mitglieder,

in unserem letzten Newsletter für das Jahr 2017 wollen wir mit Ihnen gemeinsam auf Schlaglichter der vergangenen drei Monate zurückschauen und einen Ausblick auf die anstehenden Herausforderungen für den BfSW im Jahr 2018 wagen.

Vorab: Nach wie vor sind die Besonderheiten des Studentischen Wohnens in der öffentlichen Diskussion wenig bekannt sind. Das hat uns der Wohnungspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Ulrich Caspar, auf der ersten BfSW-Frühstücksrunde bestätigt (siehe auch untenstehender Bericht). Ein zentrales Ziel für das kommende Jahr wird es sein, den Dialog mit politischen Vertretern zu intensivieren, um sie für die Belange des Studentischen Wohnens zu sensibilisieren. Dies ist angesichts weiterhin hoher Zahlen von Studienanfängern bis zum Jahr 2050 dringend erforderlich. Wir haben noch viel vor!

Im Namen des Vorstandes des BfSW danke ich Ihnen für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2017 und wünsche Ihnen frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie einen guten Start in ein glückliches und gesundes Jahr 2018. Ich freue mich darauf, viele von Ihnen auch im kommenden Jahr persönlich bei den verschiedensten Gelegenheiten zu treffen.

Mit den besten Grüßen

Ihr

Rainer Nonnengässer

Vorstandsvorsitzender BfSW

 

Koalitionsverhandlung im Blickpunkt

Gerne hätten wir an dieser Stelle eine Bewertung des Wahlergebnisses und der Pläne der neuen Regierungskoalition vorgenommen. Doch dazu wird es vorerst nicht kommen. Jamaika ist gescheitert, eine Neuauflage der GroKo noch lange nicht entschieden. Die FDP will nicht, die SPD ziert sich noch, Grüne und CDU wollen, können aber nicht. Eine vertrackte Situation, in die sich die Parteien gebracht haben. Ungeachtet solcher Beobachtungen bleibt es für den BfSW im Interesse aller Mitgliedsunternehmen von besonderer Bedeutung, die Koalitionsverhandlungen und Personalentscheidungen genau zu beobachten. Die von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen haben unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftlichen Entwicklungen in unserem Land – nicht zuletzt auch für die Mitglieder des BfSW. Politische Entscheidungsträger sind deshalb eine Zielgruppe unserer Arbeit, um Entwicklungen früh zu erkennen und die Besonderheiten des Studentischen Wohnens in der öffentlichen Diskussion zu platzieren.

 

Dialog mit der Politik: 1. Frühstücksrunde in Frankfurt am Main

In Frankfurt am Main hat der BfSW am 21. November seine erste Frühstücksrunde abgehalten. Die Teilnehmer diskutierten mit dem Wohnungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ulrich Caspar, über die Herausforderungen des Studentischen Wohnungsbaus in Hessen und Deutschland.

Ulrich Caspar identifizierte für den Wohnimmobilienmarkt zwei zentrale Problemfelder: Eine massive Regulierung im Wohnungsmietrecht und eine gehemmte Baulandentwicklung. „Am Wachstum der hessischen Großstädte ist klar erkennbar, dass der Trend zu einem Zuzug in die Städte und die damit einhergehende Nachfrage nach Wohnraum ungebrochen anhält. Ohne die rasche Ausweisung von neuem Bauland und Nachverdichtung in den Innenstädten, können wir den Preisanstieg im Wohnungsneubau nicht dämpfen“, sagt der CDU-Landespolitiker.

In der anschließenden Diskussion adressierten die Teilnehmer konkrete Vorschläge für eine Förderung des studentischen Wohnraums an die Politik. Die anwesenden BfSW-Mitglieder sprachen sich für eine Verlängerung des Umnutzungsrechts für Büroimmobilien aus, das aktuell auf zehn Jahre begrenzt werden soll. Auch die Umwandlung von Konversionsflächen oder Hotelstandorten in studentischen Wohnraum kam zur Sprache. Außerdem seien die unterschiedlichen Regelungen der kommunalen Stellplatzsatzungen nach wie vor ein Hemmnis bei der Entwicklung von studentischem Wohnraum. Anstelle von Stellplätzen für Kraftfahrzeuge, seien beim studentischen Wohnen viel eher Fahrradabstellplätze relevant.

Wie Ulrich Caspar bemerkte, ist das Bewusstsein für die besonderen Anforderungen und Erfordernisse des studentischen Wohnraums in der öffentlichen Diskussion kaum vorhanden. Der BfSW wird sich deshalb auch im Rahmen der bevorstehenden Novellierung der Hessischen Bauordnung gezielt für bessere Rahmenbedingungen im studentischen Wohnungsbau einbringen.

 

Stabile Zahlen bei Studienanfängern bis zum Jahr 2050

Die Zahl der Studienanfänger bleibt bis zum Jahr 2050 auf einem hohen Niveau. So das Ergebnis einer aktuellen Studie des gemeinnützigen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Die Zahl der Studienanfänger ist von rund 355.000 im Jahr 2005 auf rund 500.000 im Jahr 2010/2011 gestiegen. Laut den Autoren der CHE-Studie ist ein Absinken auf das Niveau des Jahres 2005 nicht in Sicht. Die Studentenzahlen des Jahres 2005 gelten als Referenzlinie für den sogenannten Hochschulpakt zwischen Bund und Ländern, der unter anderem die Finanzierung der Hochschulen sicherstellt. Die Autoren der Studie rechnen um das Jahr 2030 mit einem leichten Rückgang, ehe es in den Folgejahren wieder zu einer stärkeren Zunahme kommen soll. Die Zahlen werden allerdings in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich stark schwanken. Anhand von Modellrechnungen prognostiziert die Studie im Durchschnitt rund 430.000 Studienanfänger pro Jahr.

Für den BfSW ist dies ein eindeutiges Signal, dass der hohe Bedarf nach Studentischem Wohnraum nicht abnehmen wird. Studentisches Wohnen wird ein relevantes Zukunftsthema für Studenten und Universitätsstädte, genauso wie für Projektentwickler und Investoren bleiben. Klar ist dabei aber auch, dass sich der Markt für Studentisches Wohnen weiter ausdifferenzieren wird. Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Jahren zu neuen Angeboten für unterschiedliche Bedürfnisse und in verschiedenen Preiskategorien geben wird.

 

Ausblick auf 2018

Der BfSW wird seine Aktivitäten im Jahr 2018 intensivieren, um eine stärkere Positionierung in der öffentlichen Diskussion zu erreichen. Einen ersten Anfang haben wir mit unserer ersten Frühstücksrunde im November in Frankfurt am Main gemacht. Auf dieser Erfahrung wollen wir aufbauen und das Format auch in Zukunft beibehalten. Mit inhaltlichen Veranstaltungen will der BfSW sein Profil weiter schärfen und auf die besonderen Belange des Studentischen Wohnens aufmerksam machen. Weiterhin wird der BfSW durch seine Vorstandsmitglieder auf den wichtigen Branchenevents im In- und Ausland vertreten sein, um Trends aufzunehmen und sich in die fachlichen Diskussionen einzubringen. Auch die internationale Vernetzung wird eine größere Rolle spielen, um sich breiter aufzustellen und das fachliche Netzwerk für das Studentische Wohnen zu vertiefen.

Wir werden außerdem einen Fokus auf die Mitgliederwerbung legen. Nur mit einer wachsenden Mitgliederzahl gewinnen wir an Schlagkraft und stellen unseren Verband sicher für die Zukunft auf. Alle Mitgliedsunternehmen sind deshalb aufgerufen, mögliche Interessenten anzusprechen und auf unseren Bundesverband aufmerksam zu machen.

Wir laden Sie herzlich ein, die Arbeit des BfSW aktiv zu begleiten und sich bei den Veranstaltungen einzubringen. Bringen Sie Ihre Themen ein! Der Vorstand freut sich über Anregungen konstruktive Kritik und neue Ideen. Der BfSW lebt nur von seinen Mitgliedern! Wir machen Sie deshalb schon heute auf die Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 23. Mai 2018 aufmerksam. Nähere Informationen erhalten Sie rechtzeitig mit der offiziellen Einladung.

 

 

Termine

LD Events – Student Housing 2018, London,15. Mai 2018

BfSW-Mitgliederversammlung, 22. Mai 2018

EAIE Konferenz, Genf, 11.-14. September 2018

Expo Real, München, 8.-10. Oktober 2018